Willkommen an Bord

Harald Kuhnle unterwegs auf den Großen Masurischen Seen

Liebe Bootsfreunde,

geht es Ihnen auch so? Man ist in einer fremden Stadt, kommt an eine Uferpromenade, guckt aufs Wasser und denkt: ‚Jetzt müsste man ein Boot haben!‘ Mal schnell gucken, was hinter der nächsten Flussbiegung ist. Oder nicht lange außen rum fahren, sondern quer über den See. Dann müsste man als Bootsmensch auch nicht in Selbstmitleid versinken, wenn man im Auto-Stau auf einer Brücke steht und rechts unter sich entspannte frei fahrende Bootsleute sieht. Seufz!

Tatsache ist: Eine Stadt auf dem Wasserweg zu erkunden, hat seinen ganz besonderen Reiz. Allein schon um zu sehen, ob man am Vorgarten entlang fährt wie in Schwerin seit der Bundesgartenschau oder man den Hinterhof gezeigt bekommt, wie auf der deutschen Seite der Mosel. Man spürt den Puls der Stadt, ist aber gleichzeitig auf dem Wasser so weit davon weg und so langsam unterwegs, dass einem die Hektik nichts anhaben kann. Ein geniales Gefühl. Wir haben in Europa das Glück, dass wir viele Städte auf dem Wasserweg entdecken können – nicht nur Berlin, das sich rühmen kann, die einzige Hauptstadt Europas zu sein, die man vom Charterboot aus erleben kann. Schwerin, Potsdam, Stralsund und Magdeburg, Trier, Saarbrücken, Nancy, Metz und Straßburg sind ganz leicht mit unseren Hausbooten zu erreichen und zu entdecken.

Für Sie ausprobiert, habe ich im vergangenen Sommer unser neues Revier Masuren. Bisher kannte ich die Reize des Reviers nur von Land aus, jetzt sind wir auf einen Familientörn in die Natur, in die deutsche Geschichte und natürlich zum Baden und Planschen gefahren. Die allgemeinen Vorurteile haben wir nicht bestätigt gefunden, dafür aber eine Wassersportnation kennengelernt, die mit Fleiß und guter Laune in kürzester Zeit eine wassertouristische Infrastruktur aufgebaut hat, die kaum Wünsche offen lässt.

Fazit: Masuren macht Spaß, wir werden unsere Flotte dort verstärken.

        
 

Mit Freunden auf dem Hausboot des Typs Kormoran unterwegs