Mosel-Ländereck
Kormoran vor Weinbergen an der Obermosel
Landschaft
Teilweise führt die Mosel durch eine hügelige Bergwelt, dann wieder über weite Hoch- und Tiefebenen und zwischen Sierck-les-Bains und Trier mitten durch die Weinkulturlandschaft der Obermosel. Unterschiedlich sind auch die Orte: Von quirligen Städten wie Nancy, Metz oder Thionville geht es in verträumte, idyllische Weindörfer und weiter zum geschichtsträchtigen Schengen. Vom frühen karolingischen Lotharingien blieb nach einer wechselhaften Geschichte das Herzogtum Oberlothringen, es umfasst das heutige Lothringen, die Saar, Luxemburg, Trier und Koblenz. Nancy, Toul, Metz, Sierck-les-Bains, Trier usw. bieten noch heute vielfältige Spuren dieser Zeit.
In der französischen Burgenstadt Sierck-les-Bains liegt unsere Charterbasis.
Anleger in Schengen (Luxemburg)
Picknick an Bord mit viel französischem Käse - lecker!
Anleger in Remich (Luxemburg)
Weinberge an der Obermosel
Die Obermosel von Sierck-les-Bains bis Trier
Zwischen Sierck-les-Bains und Trier ist die Mosel (Moselle) ein weiter Fluss mit kurzen Kanalabschnitten, der in großen Bögen zwischen sanften Weinbergen verläuft. Mit einem Besuch der Burgenstadt Sierck-les-Bains – Standort unserer Flotte – verabschiedet sich die Mosel (Moselle) dann von Frankreich. Von hier an haben Sie an Steuerbord Deutschland und an Backbord Luxemburg. Dass man sich nicht unnötig mit Grenzformalitäten aufhalten muss, erkennt man gleich am ersten Anleger nach der Grenze, er heißt Schengen. Hier wurde 1985 an Bord eines Fahrgastschiffes das Abkommen über den Abbau der Grenzkontrollen unterzeichnet. Aber: ab Schengen Mosel-abwärts benötigt man trotzdem einen Bootsführerschein (Sportbootführerschein Binnen)!
Die luxemburgische Mosel lädt die Hausbootfahrer zu einem Besuch in die Vorgärten ein. Schwebsingen, Bech-Kleinmacher, Remich, Grevenmacher und Wasserbillig präsentieren ihre schönsten Seiten zum Wasser hin, anlegen darf man mit kleinen Einschränkungen an den Fahrgastanlegern. Schwebsingen hat eine gut ausgestattete Marina, die bestens geeignet ist, einzukaufen oder eine Maschine Wäsche an Land zu waschen.
Vom Wasser aus sieht man sie am besten: Die Weinberge an der Obermosel sind ein Landschaftsgemälde von wirklich beeindruckender Schönheit. Hinzu kommt ihr herausragender Nutzwert in Form von leckeren Weinen, die im milden Klima des französischen-luxemburgisch-deutschen Flusses wachsen. Die Mosel ist die natürliche Grenze und bietet sich für sprichwörtlich grenzenlose Entdeckungstörns an, um das "savoir vivre" im Mosel-Lädereck kennenzulernen. Die kleinen Ortschaften am Ufer lohnen einen Besuch, denn zwischen Burgen und Fachwerkhäusern finden sich viele kleine Winzer, die Gästen gerne einen Probeschluck einschenken. Aber auch Straußwirtschaften und Gutsschenken haben die regionale Tropfen auf der Karte. Grund genug für ein Anlegemanöver. Mehr zu den Weingütern an der Obermosel hier.
Konz und Trier sind die Etappenhalte an der deutschen Mosel. Leider verfügt Trier noch nicht über eine stadtnahe Anlegemöglichkeit für Sportboote, aber von den Häfen oberhalb der Schleuse gibt es Busverbindungen in die Stadt. Bei Konz mündet die Saar in die Mosel. Über die Saar und den Saarkanal gelangt man auch auf den Rhein-Marne-Kanal.
Steg der Charterbasis Sierck-les-Bains
Kormoran vor Metz mit der Kathedrale im Hintergrund
Die französische Mosel zwischen Sierck-les-Bains und Frouard
Auch zwischen Sierck-les-Bains und Frouard ist die Mosel (Moselle) ein weiter Fluss mit kurzen Kanalabschnitten. Städte wie Thionville, Metz und Pont-à-Mousson (Moselbrück) verfügen über gute Anlegemöglichkeiten, von denen man bequem zu Fuß in die schönen Altstädte bummeln kann.
Thionville lohnt sich für Nachtschwärmer: Auf den zahlreichen Plätzen der Stadt sitzen Jung und Alt in Cafés, Restaurants und Kneipen und auch die buntsortierten Geschäfte und Boutiquen sind einen Landgang wert.
Sie sollten vor allem in Metz einen längeren Aufenthalt einplanen. Die frühere Bischofs- und Kaiserstadt ist unter anderem durch ihre Kathedrale mit den berühmten Glasgemälden bekannt, auch die malerische Altstadt ist einen Rundgang wert. Seit Frühjahr 2010 bietet die Stadt mit dem Centre Pompidou-Metz einen weiteren Grund für einen Landgang - die Ausstellungsobjekte kommen im Wesentlichen aus den Beständen des Musée National d'Art Moderne, der umfangreichsten Sammlung zeitgenössischer Kunst in Europa.
Pont-à-Mousson erhielt seinen Namen Moselbrück durch eine Brücke aus dem 9. Jahrhundert und liegt idyllisch am Moselufer. Der Ort beherbergt in einem Klosterkomplex ein Kulturzentrum mit Sitz des Europäischen Zentrums für sakrale Kunst, bietet aber auch zahlreiche Cafés und Restaurants.
Bei Frouard geht es in östlicher Richtung auf dem Rhein-Marne-Kanal nach Nancy. Nach Westen geht es teils auf Mosel und teils auf dem Kanal (Boucle de Nancy) nach Toul. Einen Abstecher wert ist die Stadt auf jeden Fall, sie gab dem Côtes de Toul seinen Namen, das wichtigste Weinanbaugebiet Lothringens (der helle Rosé Gris de Toul ist insbesondere für den Sommer ein schöner Bordwein). Für Kulturbeflissene sind die Kathedrale Saint-Étienne, die Stiftskirche Saint-Gengoult und die Abteil Saint-Mansuy sowie die Häuser der Altstadt und die Festungswälle sehenswert.
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| Törnvorschläge | Tage | Länge | Schleusen | |
| B | Drei-Länder-Eck-Rundtörn ab/an Sierck-les-Bains |
10-14 | 396 km | 72 |
| B | Drei-Länder-Eck-Rundtörn ab/an Niderviller |
10-14 | 430 km | 72 |
| FF | Sierck-les-Bains, Toul, Nancy und zurück | 7 | 225 km | 28 |
| FF | Sierck-les-Bains,
Thionville, Metz und zurück |
3-4 | 104 km | 10 |
| B | Sierck-les-Bains,
Schengen, Konz (Trier) und zurück |
3-4 | 110 km | 16 |
| Einfachfahrten (nur wie angegeben oder umgekehrt möglich) | ||||
| FF | Niderviller, Sierck-les-Bains, über Nancy | 7-10 | 194 km | 32 |
| B | Sierck-les-Bains, Niderviller über Saarbrücken | 7-10 | 236 km | 40 |
| B = Sportbootführerschein
Binnen FF = Führerscheinfrei |
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