Untere Havel-Wasserstraße und Elbe

Kanalbrücke über die Elbe: Die Fahrt über das Wasserstraßenkreuz Magdeburg begeistert Jung und Alt.

Landschaft
Weite Niederungen und waldreiche Erhebungen prägen die Havel auf ihrem Weg zur Elbe. Durch großzügige Naturparks findet man zumindest die Flora und Fauna im Havelland an vielen Stellen so, wie sie Fontane in seinen „Wanderungen“ beschrieb und Herr von Ribbeck sie mit Effi Briest erlebt haben könnte. Die Havel braucht hier viel Platz (sie hat ja auch die Spree im Gepäck), was für den Bootfahrer gleichbedeutend ist mit einem breiten gemächlichen Flusslauf, wenig Schleusen und vielen Seen zum Baden und Ankern.


Spaß auf dem Boot ...
... auch für Singles mit Kind

Untere Havel
Von dem Brandenburger Stadtteil Plaue können Sie der Havel bis nach Quitzöbel folgen, wo der letzte Arm des Flusses in die Elbe mündet. Auf dem Weg dorthin kann man zunächst viel Natur erleben bis zu dem Ort, an dem die Wiege der Optik stand: Rathenow. Die Stadt bietet interessante Museen und Bootfahrer finden gute Anlegemöglichkeiten in Stadtnähe. Das Naherholungsziel der Rathenower ist die 10 Kilometer lange Seenkette der Hohennauener Wasserstraße. Badebuchten und sogar ein Golfplatz sind hier mit dem Boot zu erreichen. Hier finden Sie auch zwei der besten Restaurants des Reviers, Näheres dazu steht im Törnplaner, der zu Ihren (im Reisepreis enthaltenen) Buchungsunterlagen gehört.


Stadt Brandenburg und der Beetzsee
Westlich von Brandenburg liegt eine geräumige Wasserfläche, die sich aus mehreren Seen zusammensetzt. Die Seen sind teilweise recht flach, was für schöne Ankerplätze spricht. Gefährlich wird es nicht, denn das Fahrwasser ist sehr genau betonnt. Nördlich von Brandenburg liegt die Beetzsee-Riewendsee-Wasserstraße, eine um die zwanzig Kilometer lange Seenkette mit stillen Badestränden und gemütlichen Ankerbuchten.


Ein skeptischer Blick über Bord.

Elbe-Havel-Kanal

Am Plauer See kann man von der Unteren Havel-Wasserstraße in den Elbe-Havel-Kanal einfahren, der nach etwa sechzig Kilometern zum Mittellandkanal führt. Auch wenn die Fahrt im modernen Elbe-Havel-Kanal bis auf die Landgänge in Burg und der Waschpulverstadt Genthin wenig Abwechslung bietet, so lohnt doch das Ziel: das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Über die hochmoderne Doppelkammersparschleuse Hohenwarthe, die Kanalbrücke über die Elbe und die Schleuse Rothensee ist die Elbe erreicht. Nach einem ausgiebigen Landgang lädt die Elbe zur Talfahrt ein. Bis Havelberg oder Dömitz dürfen Sie mit unseren Booten die Elbe mit dem Strom befahren.


Die Elbe zwischen Magdeburg und Dömitz
Auf der Talfahrt zwischen Magdeburg und Havelberg oder Dömitz kann man auch mit dem Hausboot so etwas Ähnliches wie einen Geschwindigkeitsrausch erleben: Wenn die Elbe mit ihren durchschnittlichen fünf Stundenkilometern Strömung Richtung Hamburg fließt und Sie mit dem Hausboot zehn Stundenkilometer schnell fahren, haben Sie ein tatsächliches Tempo von fünfzehn Kilometern pro Stunde. Für erfahrene Hausboot-Skipper fühlt sich das schon fast an wie surfen.


Einfachfahrten über Tage Länge Schleusen
B Zeuthen - Schwerin Elbe* 10-14 358 km 19
B Marienwerder - Schwerin Elbe* 7-14 363 km 19
B Zeuthen - Hafendorf Müritz Elbe* 14-17 450 km 25
B Marienwerder - Hafendorf Müritz Elbe* 14-17 455 km 25
B Hafendorf Müritz - Schwerin Elbe* 14-17 468 km 32
B = Sportbootführerschein Binnen erforderlich,
* Die so markierte Einfachfahrt ist nur flussabwärts (wie angegeben) und mit Stahlbooten möglich.

        
 


Die Untere Havel-Wasserstraße und die Elbe führen zu den Charterbasen:

Hafendorf Müritz

Schwerin

Zeuthen

Marienwerder

 


Aufgrund der Strömungsverhältnisse auf der Elbe ist es nicht zu empfehlen, den Törn von Dömitz in Richtung Magdeburg elbaufwärts zu fahren. Insbesondere an Engstellen oder unter Brücken kann die Strömung manchmal so stark sein, dass man mit dem Boot nur noch zentimeterweise voran kommt.